english | Callback | Sitemap

Impulse für die europäische Debatte zur Partizipation
älterer Menschen

Zur?ck zur ?bersicht

„Statt Projekt-Aktionismus eine gesellschaftsübergreifende Debatte!" - so lautete eine von acht Thesen, die Silke Brauers (ISAB Institut) im Rahmen ihres Einleitungsvortrags für den internationalen Kongress „Shaping the future - through effective participation of all ages" mit einem internationalen Fachpublikum diskutierte.

Der Kongress, veranstaltet von der EURAG - dem Bund der älteren Generation Europas -  in Kooperation mit dem spanischen Ministerium für Unterricht, Sozialpolitik und Sport, fand vom 6.-8. November 2008 statt. Im Mittelpunkt der dreitägigen Fachtagung stand die Frage, wie gesellschaftliche Beteiligung älterer Menschen in Europa gestärkt werden kann.

Frau Brauers machte in ihrem Vortrag deutlich, dass zwischen der Leitbotschaft eines partizipationsfreundlichen Europas und der Realität der Älteren in Europa eine Kluft bestehe.  Partizipation über „Repräsentation" reiche nicht mehr aus, um den Bedürfnissen der Älteren in Europa gerecht zu werden. Zugleich gäbe es eine Fülle unterschiedlicher Verständnisse von gesellschaftlicher Teilhabe Älterer, die z.T. auf historisch-gesellschaftliche Entwicklungen und Prägungen basieren.  Versuche der EU-Politik, die Thematik aufzugreifen, bildeten die Unterschiedlichkeit in den einzelnen Regionen Europas nicht genügend ab; es fehle zudem an einem klaren konzeptuellen Verständnis von gesellschaftlicher Teilhabe, die eine erforderliche Kooperation zwischen Praxis-, Foschungs- und Politiksektor zusätzlich behindere. Obwohl die Partizipationslandschaft in Form von Projekten und Modellvorhaben blühe und gedeihe, fehle es an Transparenz und zivilgesellschaftlich ausgerichteter Unterstützung.

 

Die Präsentation der acht Thesen stehen hier zum Download zur Verfügung.

Für die Anforderung des ausführlichen Redemanuskriptes sowie Rückfragen und Beiträge zum o.g. Thema wenden Sie sich bitte an Silke Brauers:  silke.brauers@isab-institut.de.