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Modellprojekt der Caritas abgeschlossen

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Die wissenschaftliche Begleitung des zweijährigen Modellprojektes „Förderung ehrenamtlicher Mitarbeit in den Fachverbänden des Diözesan-Caritasverbandes Köln“ ist erfolgreich abgeschlossen. Der Ergebnisbericht „Koordinierungsstelle Ehrenamt: neue Förderstrategie für die Fachverbände der Caritas“ (Kurzfassung und Langfassung), eine Best-Practice-Sammlung sowie eine Ergebnispräsentation stehen zum Download zur Verfügung.

Auf Initiative der Verbände Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF), Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) und dem Verband katholischer Mädchensozialarbeit (IN VIA) des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln wurde ein zweijähriges Modellprojekt durchgeführt, um ehrenamtliche Mitarbeit in den Fachverbänden zu fördern. Mit der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation wurde das ISAB-Institut beauftragt. Im Zeitraum 2003 bis 2005 wurden in sieben Ortsvereinen „Koordinierungsstellen“ eingesetzt, um neue Erkenntnisse für die strukturelle Förderung des Engagements zu gewinnen. Basis des Modellprojektes war das Konzept „Leitpfade für eine neue Kultur des Ehrenamtes“, das in einem Vorgängerprojekt entwickelt worden war. Ziel des 2003 gestarteten Modellprojektes war demnach, die in der Pilotphase entwickelten Konzeptüberlegungen auf andere Ortsvereine zu übertragen, sie auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen, Ergänzungen vorzunehmen und lokale Strukturen zur Förderung der ehrenamtlichen Mitarbeit zu etablieren.


Inhalt

Die aktuelle Fachdiskussion zur Situation und zu den Fördermöglichkeiten des Ehrenamtes und des freiwilligen Engagements in Deutschland baut auf Erkenntnissen auf, die in den vergangenen Jahren im Rahmen von Modellprogrammen, Befragungen und Untersuchungen gewonnen wurden. Die Frage danach, wer die Schlüsselrolle in der Förderung des freiwilligen Engagements einnimmt, ist nach wie vor in der Diskussion. Dies gilt insbesondere für Strukturen, die eine große Bandbreite sozialer Dienstleistungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorweisen können. Die aktuelle gesellschaftliche Situation und die markwirtschaftlichen Anforderungen an die Fachverbände verlangen neue Lösungsstrategien und innovative Ansätze.

Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Begleitung stand

  1. die qualitative und quantitative Bewertung von Aufwand und Nutzen der eingesetzten Mittel für die Koordinierungsstellen,
  2. die Gewinnung von Erkenntnissen über die Wirksamkeit ehrenamtlicher Mitarbeit für die Klienten in den jeweiligen Arbeitsfeldern der beteiligten Vereine,
  3. die Ermittlung von Qualitätsmerkmalen für Koordinierungsstellen,
  4. die Prüfung weiterführender Modelle in den Pilotprojekt-Standorten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit sowie
  5. die Erarbeitung von Vorschlägen, wie die Mitarbeit von Ehrenamtlichen auf der Grundlage der vorhandenen Möglichkeiten dauerhaft in die Organisationsstruktur der beteiligten Ortsvereine eingebunden werden kann.


Durchführung der Evaluation

Realisiert wurde ein Methoden-Mix, bestehend aus qualitativen und quantitativen Erhebungsinstrumenten:

Die kontinuierliche Einbindung und Begleitung der beteiligten Akteure erfolgte über eine interdisziplinär besetzte Steuerungsgruppe und regelmäßige Treffen der Koordinierungsstellen, die das ISAB-Institut organisierte, vorbereitete und durchführte. Die Ergebnisse der Evaluation wurden im Januar 2005 mit den am Projekt beteiligten Koordinator/innen und Geschäftsführungen im Rahmen eines Workshops diskutiert.

Ergebnisse

Die Einrichtung der Koordinierungsstellen als innovative Förderstrategie für die Stärkung ehrenamtlicher Mitarbeit hat sich in allen beteiligten Ortsvereinen als Erfolg und damit als sinnvolle Investition herausgestellt. Koordinierungsstellen verbessern nicht nur maßgeblich die Unterstützung und Begleitung von Ehrenamtlichen, sondern sie entwickeln auch neue Projekte und tragen so zur Verbesserung des Angebotsspektrums in den Ortsvereinen bei. Ortsvereine stärken ihr Profil vor Ort, indem sie die Begleitung von Ehrenamtlichen als Qualitätsmerkmal herausarbeiten. Die Kern-Botschaft der Koordinierungsstellen im Modellprojekt war daher die qualifizierte Begleitung von Ehrenamtlichen in den Fachverbänden zum Nutzen der internen Mitarbeiter/innen, der Klient/innen und der kollektiven Wohlfahrt – dem sozialen Netz in der jeweiligen Kommune. Zur Stabilisierung und Verbreiterung des Ansatzes wurde die Übertragung auf andere Ortsvereine der Fachverbände empfohlen.

Der Ergebnisbericht wurde im ISAB-Verlag veröffentlicht:
Brauers, Silke / Braun, Joachim (2005):
Koordinierungsstelle Ehrenamt: neue Förderstrategie für die Fachverbände der Caritas. Projekt des Diözesan-Caritasverbandes Köln „Förderung ehrenamtlicher Mitarbeit in den Fachverbänden SkF, SKM und IN VIA“. ISAB-Berichte aus Forschung und Praxis Nr. 88, Leipzig: ISAB-Verlag

 

Zum Modellprojekt stehen folgende Materialien zum Download zur Verfügung:

1. Ergebnisbericht (Kurzfassung, PDF, 161 kb)

2. Ergebnisbericht (Langfassung, PDF, 1 MB)

3. Best-Practice-Sammlung: Materialien und Dokumente aus dem Modellprojekt (Gewinnung von Ehrenamtlichen, Informationsunterlagen, Öffentlichkeitsarbeit, Rahmenbedingungen, Qualifizierung), (selbstentpackendes Archiv, 24 MB)

4. Ergebnispräsentation zu Abschlussveranstaltung des Diözesan-Caritasverbandes Köln (PDF, 184 kb)